Der Begriff Gelegenheitsanfall wird auch unter Epileptologen nicht einheitlich verwendet. Die meisten Ärzte verstehen hierunter das Auftreten eines einmaligen Anfalles oder ganz weniger Anfälle unter gewissen Provokationsbedingungen wie z. B. deutlichem Schlafentzug. Beim Gelegenheitsanfall sind sowohl die körperliche Untersuchung als auch das EEG und auch die Kernspintomographie des Kopfes normal. Der Vorteil insbesondere von wiederholten Gelegenheitsanfällen ist, dass die Diagnose Epilepsie nicht gestellt wird.
Werden die Provokationsmechanismen wie z. B. der Schlafentzug abgestellt, z. B. durch ausreichenden Nachtschlaf, so besteht lediglich ein Fahrverbot von 3-6 Monaten.
Da manche Kranken- oder Lebensversicherungen hohe Aufschläge verlangen, wenn die Diagnose Epilepsie gestellt wurde, ist es besser, wenn der Begriff Gelegenheitsanfall verwendet wird, wenn dies möglich ist.